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In diesem Jahr war es leider so, dass man das Wetter in Ostfriesland als „durchwachsen“ bezeichnen konnte, aber die guten Tage und Abschnitte während des Boogies reichten zusammen mit dem Juistboogie für immerhin etwa 100 Starts. Trotz des teilweise recht ungemütlichen Wetters (ein Hoch auf elektrische Heizdecken) konnten in diesem Jahr auch Dank der guten LO’s wieder prima RW-Sprünge gemacht werden. (Ja, Herr Bendixen, auch Wenigspringer müssen nicht unweigerlich einen 12er versemmeln!
Und „Danke“ Armin für deine „Los, ganz oder gar nicht! Ab in Bärchens Gruppe“- Motivation, wir haben dann ja doch nicht abgelost!)
Die „Wenn wir jetzt starten bekommen wir das blaue Loch“- Technik wurde perfektioniert und hinterließ des Öfteren neidische am Boden gebliebene Zweifler.
Aber es gab auch genug sonnige Tage mit jeder Menge Inselsprüngen. Die Nachfrage war so groß, dass sich auch zwei Loads zeitgleich über den friesischen Inseln tummelten. Dies führte zu erschwerter Organisation. Jörg (so in etwa) morgens um 8:30 Uhr auf Juist kurz nach dem Frühstück, an etwa 50 Springer: „Also, es ist jetzt folgendermaßen: Wer mehr als drei Sprünge machen will, wechselt jetzt von Load eins in Load zwei, weil der fliegt jetzt mit nach Wangerooge, dann nach Leer, kann aber nicht da bleiben, sondern kommt mit zurück, weil inzwischen die anderen schon auf Borkum sind und da noch abgeholt werden müssen. Es geht auch noch wieder nach Juist, wir müssen aber sehen, dass wir nicht in irgendeine Mittagspause kommen, das entscheiden wir dann später.“ Es folgten noch viele weitere Erläuterungen und am Schluss die Frage: „Also: Wer will von Load zwei in die eins oder umgekehrt?“ Antwort von etwa 50 Springern: “??????“ Die Bereiche des Großhirns, die zum Denken bestimmt sind, waren so früh am Morgen schon genug mit Springen und der Belagauswahl des Brötchens beschäftigt, für mehr war kein Arbeitspeicher vorhanden. Bis auf zwei Ausnahmen blieben die Loads dann auch so, wie sie waren.
In der wetterbedingten sprungfreien Zeit und abends entwickelte sich der Bereich vor Jörgs Wohnwagen zur Freizeit- und Partylounge. Diese zog die nicht nur Springer, sondern auch kleine zwielichtige Gestalten in eindeutigem Outfit und Posen an, wie auf dem Foto zu erkennen ist.
Das Schlechtwetterausweichprogramm wurde ausgeweitet und reichte von guten (lecker Essen in Ditsum, Schwimmbad und Kunsthalle in Emden) über mittelmäßigen (für das Ottomuseum muss man schon ein SEHR großer Ottofan sein) bis absolut schlechten Alternativen (Tretboot fahren bei schlechtem Wetter ist definitiv keine, es sei denn, man möchte testen, wie es sich anfühlt, nass, durchgeweicht und kalt zu sein).
Für die Hobbymediziner gab es dann auch etwas zu tun. Finn musste leider feststellen, dass bei einer seiner Rutsch- Landungen nicht mehr genug Gras für den Landeweg übrig war, sondern schon der Asphalt begann. Dies führte dazu, dass sich viele Menschen mit seinem teilweise sauber der Oberhaut entledigtem Hinterteil beschäftigten. Es wurde gereinigt, gesalbt und verbunden. Da Not erfinderisch macht, hatte es sein Vater es am Ort des Geschehens mit Kompressen und umfangreich auch mit sehr gutem Tape versorgt. Nach dem Entfernen desselbigen konnte Finn auch die Erfahrung des Kaltwachsens im Intimbereich sein eigen nennen. Seinen dabei ausgestoßenen Lauten nach schien er dies jedoch nicht zu schätzen zu wissen. Dies war jedoch die einzige Blessur, ansonsten verlief der Boogie unfallfrei.
Am zweiten Samstag verabschiedete sich dann Bärchen mit einer etwa vierzig Mann (und Frau) großen Gruppe nach Juist. Wie später zu hören war, war unter den dort gemachten Sprüngen auch ein Vierziger mit 2 Punkten dabei.
Noch zu erwähnen ist die in diesem Jahr sehr herzliche, gute und günstige Bewirtung durch die neuen Restaurantpächter, man fühlte sich dort wirklich prima aufgehoben.
In Erwartung besseren Wetters im nächsten Jahr
Marion

Bilder in hoher Auflösung in der Galerie. |