Der Einladung nach Kiel waren rund 20 Journalisten/innen gefolgt, neugierig was sie wohl von fliegenden Frauen erwarten durften. Natürlich lockte auch, dass alles gratis war, aber umsonst war es sicherlich nicht. Mit vielen positiven Eindrücken, mindestens 1 Million Fotos, Interviews und sogar einem Film im Gepäck reisten die Damen und Herren von der Presse zufrieden am Ende des Tages wieder ab. Sie kamen von den Kieler Nachrichten, den Lübecker Nachrichten, Bild der Frau, dem Bauer Verlag, der Zeitschrift Segelfliegen und dem NDR oder als freie Journalisten. Einige waren ganz mutig und wollten einen Tandemsprung wagen, anderen reichte schon ein normaler Rundflug. Doch der Funke der Begeisterung fürs Fliegen sprang immer wieder über.
Mit einem Kennenlernabend in der frisch getauften Elly Beinhorn Lounge begannen die „24 Stunden von Kiel“. Bei feurigem Essen vom Balkan Restaurant stellten wir die einzelnen Flugsparten vor. Ute Hölscher hatte die Führung durch das Programm übernommen und charmant moderierte sie nicht nur den Abend, sondern auch den ganzen folgenden Tag. Schon am Abend wurde eifrig gefachsimpelt, z.B. haben 1.023 Männer, aber nur 91 Frauen in Schleswig-Holstein eine Motorfluglizenz, usw. Die Journalisten/innen stellten viele Fragen und wir, gut gerüstet im Umgang mit der Presse, beantworteten alle natürlich, souverän und mit Begeisterung fürs Fliegen.
Am Samstag gings dann schon früh los. Die flughungrigen Reporter wurden vom gesponserten Hotel abgeholt und erst mal zünftig in der Motorflughalle des Kieler Vereins mit Kaffee und frischem Rührei versorgt. Unter Fallschirmen in der ersten Morgensonne sitzend, sahen sie zu wie der Flugplatz zum Leben erwachte. Da wurden Flugzeuge gecheckt, Segelflugzeuge zusammen gebaut, Fallschirme gefaltet, kurz alles, was rund ums Fliegen dazugehört und normalerweise nicht zu sehen ist.
Und dann ging es los. Schnell bildeten sich Interessensgrüppchen. Jeder „schnappte“ sich seinen Journalisten und nach kurzer Programmbesprechung startete auch schon der erste Flieger zur Nordseetour. Es gab kein festes Programm, alles entwickelte sich aus dem Augenblick. So entstand eine sehr persönliche, familiäre Atmosphäre, die schnell deutlich machte, was Fliegen eben auch ausmachen kann. Fliegen verbindet!
Folgendes Angebot machte deutlich, was alles an diesem tollen Tag möglich war:
Fallschirmsprung: Fallschirmsprung und Mitfliegen in der Absetzmaschine, Besichtigung am Boden
Ballon: Besichtigung am BodenDes Weiteren gab es immer wieder die Gelegenheit zu Gespräch mit der Bodencrew, die auch – genauso wichtig – hervorragend für das Catering gesorgt hat.
Fazit: Am Ende des Tages waren wir alle stolz und glücklich, mal so richtig unsere Begeisterung für den Luftsport ausleben zu können und besonders, dass wir so ein interessiertes Publikum hatten. Die Artikel in diversen Zeitungen sprechen ja für sich. Wir haben beschlossen, so einen Tag als Werbung für unsere Passion und Get Together Gleichgesinnter nächstes Jahr zu wiederholen.
Ein ganz großes Dankeschön geht an den Landesluftsportverband, der uns bei diesem Event so großzügig unterstützt hat!